Kinderbetreuung

"Ohne Familien mit Kindern hat eine Stadt keine Zukunft!" 

Stadtrat Achim Schober erläutert die wichtigsten Forderungen der CDU-Gemeinderatsfraktion im Bereich der Kinderbetreuung:


Erreichung eines Versorgungsgrads von 60 % im Bereich der U3 - Betreuung

Bau eines Kinderhauses für die U3 - Betreuung


Qualitativer Ausbau der Ü3 - Betreuung


Anpassung der Elternbeiträge in der U3 - Betreuung an die realen Kosten

Einbeziehung von Seniorinnen und Senioren in das Kinderbetreuungskonzept der Stadt



Welchen Stellenwert hat die Kinderbetreuung für die CDU-Fraktion?

Ohne Familien mit Kindern hat eine Stadt keine Zukunft. Im Kontext der rückläufigen Kinderzahlen handelt es sich deshalb hierbei um einen entscheidenden „Standortfaktor“. Aus diesem Grund war es in den vergangenen Jahren Schwerpunkt unserer Politik, Besigheim zu einer familienfreundlichen Stadt zu machen und auf die vielfältigen Lebensumstände von Familien mit Kindern einzugehen. Auf einen demographischen Einfluss zu warten halten wir für falsch. Durch unser Handeln wollen wir ja gerade die Familien fördern und die Geburtenraten erhöhen. Wir sind zwar der Meinung, dass die Erziehung von Kindern zunächst Aufgabe der Eltern ist, denn sie sind im Normalfall die besten Experten für ihre Kinder. Wir sehen unsere Aufgabe aber darin Wahlfreiheit und Spielräume für Familien zu erhalten oder neu zu schaffen.  

Erreichung eines Versorgungsgrads von 60 % im Bereich der U3 - Betreuung

Um eine solche Wahlfreiheit zu gewährleisten und entsprechend den veränderten gesellschaftlichen Strukturen, wonach viele Mütter nach der Geburt eines Kindes möglichst bald wieder ihrer Berufstätigkeit nachgehen wollen, sind wir dafür eingetreten die Zahl der Kinderkrippenplätze in Besigheim mit hohem finanziellen Aufwand zu erhöhen. Die politische Zielvorstellung, dass bis zum 31.07.2013 für durchschnittlich 35 % der Kinder unter drei Jahren ein Platz in einer Kindertageseinrichtung oder in einer Kindertagespflege vorhanden sein soll, hielten wir für Besigheim nicht ausreichend. Deshalb haben wir einen Versorgungsgrad von 60 % vorgeschlagen. Dieser Wert wurde nun auch im Kindergartenkonzept 2020plus zu Grunde gelegt.

Bau eines Kinderhauses für die U3 - Betreuung

Vielfältige Möglichkeiten haben wir in der Errichtung eines Kinderhauses für die U3 – Betreuung gesehen. Anstatt überall in der Stadt ein neues Gebäude zu bauen oder sich in ein solches einzumieten, schlugen wir den Bau eines Kinderhauses z.B. in der Nähe des Wörth Kindergartens vor. Optimale Verkehrsanbindung, Stadtnähe und nicht zuletzt Möglichkeiten des Personalaustausches wären möglich. Auch dieser Gedanke wurde im Kindergartenkonzept 2020plus mit dem Kinderhaus beim Wörthkindergarten berücksichtigt.

Qualitativer Ausbau der Ü3 - Betreuung

Uns war stehts bewusst, dass es damit noch nicht getan ist. So plädierten wir auch für eine qualitative Weiterentwicklung unserer Einrichtungen. Diese wollten wir jedoch erst in Angriff nehmen, wenn der flächenmäßige Ausbau unserer Einrichtungen abgeschlossen ist. Nach Abschluss der Planungen für die Kindertagesstätte am Schulweg und das Kinderhaus am Wörth Kindergarten legte die Stadtverwaltung vorbildliche Planungen hinsichtlich einer qualiativen Weiterentwicklung vor.

Anpassung der Elternbeiträge in der U3 - Betreuung an die realen Kosten

Der bedarfsgerechte Ausbau der Plätze im Kleinkindbereich, verbunden mit einer Qualitätsoffensive in den Kindergärten und den veränderden Bedinungen in der Personalausstattung führt selbstverständlich aber auch zu einem erheblichen kommunalen Mehraufwand. Das zwingt uns dazu uns auch im Bereich der U3 (wie es bereits schon bei der Ü3 der Fall ist) stärker an den tatsächlichen Kosten zu orientieren! Ein einheitliches Rechenmodel für die Gemeinden ist nicht vorhanden. Als Orientierungshilfe gibt es lediglich einen vom Land und den Kirchen empfohlenen Landesrichtsatz, der sich an 20 % der Betriebskosten orientiert – diesen versuchen wir seit Jahren zu erreichen. Eine lediglich kleinen Anpassung der Gebühren zum Kindergartenjahr 2012/2013 hätte dieses Ziel um etliche Jahre hinaus verschoben. Aus diesem Grund forderten wir, in einer Phase in der es für nahezu 50 % der Zahlenden aufgrund der Einführung der Sozialstaffelung sowieso günstiger wird, einer Erhöhung des Elternbeitrags um 40 Euro. Wir wissen, dass gerade einkommensschwache Familien dies direkt zu spüren bekommen, erachten es aber dennoch als sozialverträglich. Denn durch unser gutes Krippenangebot wird eine weitere Berufstätigkeit in der Familie ermöglicht, die familienbezogene Sozialstaffelung wird eingeführt, nach dem Sozialgesetzbuch besteht die Möglichkeit sich von der Beitragspflicht befreien zu lassen und ferner erhalten Familien mit dem städtischen Familienpass 50 % Ermäßigung auf die Beiträge. 
Und zum Schluss: Hätte man die Beiträge nach dem Vorschlag der Verwaltung erhöht, wären die Beiträge durch die Einführung der Sozialstaffelung bei 2 bis 4 Kindern im Haushalt gesenkt worden. Es spricht wenig dafür die Beiträge nun zu senken und im kommenden Jahr wieder zu erhöhen. Aus diesem Grund freuen wir uns, dass die Mehrheit im Gemeinderat unserem Antrag gefolgt ist.

Einbeziehung von Seniorinnen und Senioren in das Kinderbetreuungskonzept der Stadt

Ein Punkt ist noch offen. Vergleichen Sie hierzu unseren Antrag, welcher einstimmig beschlossen worden ist. Die Stadtverwaltung möchte nun das "Ludwigsburger-Modell" auch in Besigheim umsetzen - wir sind gespannt.


Stand: April 2012








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