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08.10.2019, 08:53 Uhr | F.G.
„Das Volksbegehren blendet die Auswirkungen auf unsere Landwirte, Obstbauern und Wengerter aus.“
CDU kritisiert Artenschutz -Volksbegehren
Der CDU-Landtagsabgeordnete Fabian G r a m l i n g und der CDU Stadtverband Besigheim u.U. äußern Kritik am Volksbegehren „Rettet die Bienen“: „Die Erhaltung der Artenvielfalt und der Ökosysteme in unserem Land ist auch für uns von zentraler Bedeutung. Allerdings blendet das Volksbegehren die massiven Auswirkungen auf unsere Landwirte, Obstbauern und Wengerter aus. Werden die Forderungen des Volksbegehrens real, kämpfen viele Landwirte ums Überleben.“ 
Fabian Gramling MdL: Für uns im Landtag

Geht es nach dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“ sollen bis 2025 nur noch halb so viele Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden wie heute, in Landschaftsschutzgebieten gar keine mehr und der Anteil am Ökolandbau bis 2035 50 Prozent betragen. Ca. 770.000 Unterschriften sind notwendig, damit der Landtag über den Gesetzesentwurf abstimmen muss. Fabian Gramling empfiehlt, das Volksbegehren in dieser Form nicht zu unterstützen.


„Landwirte setzen Pflanzenschutzmittel nicht aus Spaß an der Freude ein, sondern weil sie Ernteausfälle verhindern wollen und müssen. Wenn es niemanden mehr gibt, der die Felder bestellt, die Weinreben schneidet oder die Obstwiese pflegt, weil es sich schlicht und ergreifend nicht mehr lohnt, werden wir unsere regionalen Produkte und einzigartige Kulturlandschaft verlieren“, warnt Fabian Gramling. Dabei würden gerade regionale Produkte der Umwelt und dem Klima guttun.

„Nichts ist umweltfreundlicher als die Kartoffel oder der Apfel vom Bauern von nebenan“, ergänzt der CDU-Vorsitzender Dr. Uttam Das und weiter: „Wenn das verloren geht, fliegen unsere Lebensmittel um die halbe Welt, bevor sie in unserer Küche landen. Die Kartoffel kommt dann aus Ägypten und der Apfel aus Chile. Das kann doch nicht das Ziel sein!“

Fabian Gramling wolle sich deshalb dafür einsetzen, dass existenzbedrohende Regelungen abgewendet werden. „Nachhaltige Politik ist mir schon immer sehr wichtig und natürlich können wir in allen Lebensbereichen noch nachhaltiger werden. Es hilft aber nicht mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Gesellschaft und Politik müssten Maß und Mitte finden“, so Gramling. Dem Insektensterben könne auch mit kommunalen Maßnahmen entgegengewirkt werden, indem beispielsweise mehr Grünflächen für Wildblumenwiesen bereitgestellt werden. Kritik äußern Gramling und Uttam Das auch an den Initiatoren des Volksbegehrens, weil bewusst Ängste geschürt würden: „Der Name des Volksbegehrens ist reines Kalkül und soll Emotionen wecken. Denn welcher böse Mensch will denn keine Bienen retten?“.