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13.11.2019, 11:03 Uhr
Dialogforum "Umweltschutz vor Ort" durchgeführt
Eindrücke aus und Ideen für Besigheim gesammelt
Beim Dialogforum "Umweltschutz vor Ort" haben Mitglieder der CDU Besigheim u.U. und Interessierte Eindrücke aus und Ideen für Besigheim gesammelt. Unter Berücksichtigung landesweiter Empfehlungen und politischer Forderungskataloge zu Energie, Umwelt und Klimaschutz kam man zu dem Ergebnis, dass man in Besigheim auch bisher nicht untätig gewesen sei. Lichtverschmutzung sei durch moderne Beleuchtung in Besigheim kaum ein Thema. Regenerative Energiegewinnung sei bereits länger im Einsatz. Der CDU-Stadtverband verwies auch auf seine Begehung der EER im Jahr 2017. Die Unterstützung vom Rathaus fürs Baumpflanzen durch Prämien pro Baum sei ein Anfang, auch wenn dies nicht spezifisch für Streuobstwiesen gelte. Die geringen Waldflächen vor Ort sollten für die Naherholung erhalten bleiben.
Jede Pflanze zählt, auch in Besigheim
Allerdings wurde auch klar Handlungsbedarf gesehen. Bei privaten Neubauten sollte die Stadt bereits über die Kaufverträge stärker Einfluss nehmen und dort ökologische Auflagen machen. Um weg von der Ölheizung zu kommen, sollten mehr Informationen zu Heizungsformaten auch aus der Branche selbst erfolgen, etwa zu Holzpellets. Denkbar sei auch eine diesbezügliche Messe für Häuslebesitzer- und bauer. Denn oft fehle es an kompaktem Wissen um Varianten oder es müsste ein Impuls für einen Wechsel geben. 

Die vernetzte Mobilität sei schwierig, wenn Busse wegen der morgendlichen Rush-Hour erst nach Abfahrt des Zuges am Bahnhof eintreffen. Bei privaten E-Scootern wird zukünftig vor allem die Unterbringung am Bahnhof zu managen sein. Für Mietformate sehen die Teilnehmer, wie auch beim bereits gescheiterte Car-Sharing, die Struktur von Besigheim und den umliegenden Gemeinden nicht als vielversprechend. Eine bessere Koordination bei Biotopen sowie Natur- und Artenschutz schon auf dem Rathaus wurde auch von anwesenden Gruppenvertretern begrüßt, weil diese bisher fehlt. Hier müsse eine Aufgabenbeschreibung her, dann könne dies zum Beispiel eine halbe Stelle auf dem hiesigen Rathaus oder auch interkommunal rechtfertigen. Hierfür könne man eine Landesförderung für einen Biotopverbund in Anspruch zu nehmen. Bei Müll- und Plastikvermeidung sowie ÖPNV-Nutzung sei einerseits jeder selbst in seinem Nutzerverhalten gefordert. So habe man auch das CDU-Sommerfest bewusst nur mit Mehrweggeschirr und - flaschen durchgeführt, betonte Vorsitzender Dr. Uttam Das. Bei Gastronomiebetrieben dürfe man aber notfalls auch vor Sondernutzungsgebühren nicht zurückschrecken, solle aber die Unternehmer zuvor eher einbinden. Denn freiwillige Selbstverpflichtung und Einsicht in die Notwendigkeit sei rigiden Verboten nach UNIONS-Verständnis vorzuziehen, so die Teilnehmer abschließend.