Neuigkeiten
05.11.2019, 10:59 Uhr
Eckpunktepapier der CDU-Ratsfraktion zur Schulentwicklung vorgelegt
Zukunftsfähige Lösung für den gesamten Schulstandort angemahnt
 

 

Mit einem Eckpunktepapier zur Schulentwicklung ist die CDU-Ratsfraktion um Achim Schober in die Offensive gegangen. In dem vierseitigen Papier zur Zukunft der Friedrich-Schelling-Schule (FSS) wird allerdings nicht nur deren Standort als Gemeinschaftsschule grundlegend hinterfragt, sondern eine zukunftsfähige Lösung für den gesamten Schulstandort und das Umland angemahnt. Vorsitzender Dr. Uttam Das sprach der Ratsfraktion und auch Unterstützer/-innen aus dem Stadtverband, die sich hier inhaltlich mit zukunftsfähigem Konzept eingebracht hatten, Dank aus. "Bürgermeister Steffen Bühler hat unsere volle Unterstützung, das Thema Schule nun als Chefsache mit oberster Priorität zu behandeln. Es sind nun echte Richtungsentscheidungen zu treffen, kein Flickwerk mehr", so die CDU bereits nach ihrer Klausurtagung Mitte Oktober 2019.


Die CDU -Ratsfraktion: Lösungen angemahnt
Nach Darstellung der Ausgangslage sowie der Haltung der Fraktion wird nunmehr im Papier ein differenzierter Vorschlag unterbreitet sowie ein Ausblick gewagt. Einzelne Vor- und Nachteile als Grundlage einer Abwägung werden klar benannt. So sollen bei der bevorstehenden Planung der Abriss des bestehenden Mittelbaus der FSS, die Möglichkeit einer Ganztagesgrundschule sowie eine angemessene Raumfläche für die Kernzeitenbetreuung und die Mittagessenverpflegung der Grundschulkinder berücksichtigt werden. Abstriche vom Raumprogramm der Schulhausrichtlinie sollen unterbleiben. Aber auch eine Verbesserung der unbefriedigenden Verkehrssituation und eine Lösung für Lehrer-/Kirchenparkplätze "auf dem Berg" bei gleichermaßen bedarfsgerechter und wirtschaftlicher Lösung für die barrierefreie Erreichbarkeit von Schulräumen sowie Perspektiven für eine Gymnastikhalle sollen eine gewichtige Rolle spielen.

Der Besigheimer Gemeinderat soll demnach parallel zum Ausbau der Grundschule die Suche für einen neuen Standort der Sekundarstufe I der Gemeinschaftsschule einleiten, an welchem diese sich weiterentwickeln kann. Diese ist somit abzutrennen. Das Gremium soll sich ferner mit den Auswirkungen der steigenden Schülerzahlen (insb. durch mehr Geburten, Zuzüge und die Ausweisung neuer Baugebiete) in allen weiterführenden Schulen befassen. Die Entwicklung eines Gesamtkonzept für alle Schularten und Schulstufen soll ebenso erfolgen wie die Initiierung einer regionale Schulentwicklung nach §§ 30a – 30e Schulgesetz BW im nördlichen Landkreis, um alle Bildungsabschlüsse in zumutbarer Erreichbarkeit zu gewährleisten. Die bestehende Liste der Schulhaussanierungen in den kommenden Jahren soll um die Sekundarstufe I der Gemeinschaftsschule (wohl vor der Realschule) ergänzt werden.

Nach Vorstellung der CDU-Stadträte Ulrich Gerstetter, Ulrich Herbst, Ruben Wald und Achim Schober ermöglicht dieser Vorschlag eine zeitnahe und finanzierbare Antwort auf die vorhersehbaren Platzprobleme in der Grundschule. Gleichzeitig gewinne man Zeit, um unter Einbeziehung von Realschule und Gymnasium auch eine tragfähige Zukunftslösung für die Gemeinschaftsschule zu finden, die den Interessen von Schülern und Lehrern gerecht wird.