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20.01.2020, 13:31 Uhr
Demografischer Wandel
Wohnen erhält eine zentrale Rolle
Altersgerechtes Wohnen, Ruftaxis und Telemedizin - nur einige der Themen, die der Demografiebeauftragte des Landes Baden-Württemberg Thaddäus Kunzmann bei seinem Vortrag in Besigheim angesprochen hat. Der Demografiebeauftragte sprach beim Neujahrsempfang des CDU - Stadtverbands Besigheim und Umgebung. Im Mittelpunkt seiner Ausführung standen die „Herausforderungen durch den demografischen Wandel“. Kunzmann einleitend: "Wir werden älter – aber auch unsere Gesellschaft wird insgesamt älter. Auch wenn, anders als viele Jahre prognostiziert, die Bevölkerung in Baden-Württemberg noch anwächst: Mit dem Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge aus dem Arbeitsleben entsteht eine Fachkräftelücke, mit der zunehmenden Hochaltrigkeit der Gesellschaft eine Versorgungslücke." Besonders stark werde dies zunächst im ländlichen Raum zu spüren sein, aber in Folge das ganze Land betreffen.
Besigheimer Wein als Dank: T.Kunzmann und Dr.Das (re.)
Die zunehmende Dynamik des demografischen Wandels gehe einher mit schwächeren (traditionellen) Bindungen, zuallererst zur Familie, aber auch zu den Vereinen, zur Kirche, zu den Nachbarschaften, und erfordere daher den Aufbau neuer sozialer Netze, so Kunzmann zur kommenden Entwicklung. "Was für Herausforderungen entstehen aus dieser Zukunftsperspektive? Wie können wir uns vorbereiten? Was bedeutet das für unser Leben im Alter? Wie können wir unser (zukünftiges) Zusammenleben schon jetzt gestalten?" waren an den ehemaligen CDU-Landtagsabgeordneten gerichtete Fragen. Kunzmann gab einen Überblick zu den Bereichen altersgerechtes Wohnen, Versorgung, Mobilität und Gesundheit. Zentral sei vor allem die Verschiebung der Altersstruktur, denn Baden-Württemberg werde weiter wachsen und nicht personell schrumpfen. Kunzmann ist seit dem 1. März 2017 Demografiebeauftragter des Landes Baden-Württemberg. Dieser ist ressortübergreifend tätig und weisungsungebunden. Über seine hauptberufliche Tätigkeit hinaus ist der ehemalige Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in der Enquetekommission „Zukunft der Pflege“ als Stadtrat und Kreisrat, sowie Vorsitzender eines Rettungsdienstes und Mitglied des Aufsichtsrates einer Baugenossenschaft auch im Ehrenamt mit Themen befasst, die den demografischen Wandel betreffen.